Manimandapa, die Juwelen-Plattform auf dem Darbar Platz in Patan

Patenschaft: Prof. Dr. Ing. Niels Gutschow

Am nördlichen Ende des Platzes flankieren zwei durch Podeste erhöhte Arkadenbauten den Abgang zum Manihiti Stufenbrunnen, dessen Details erkennen lassen, dass er bereits im 7. Jahrhundert an dieser Stelle bestand. Bis heute ist die alte Versorgung mit Wasser gesichert. Bei beiden Bauten handelt es sich um Hallen mit jeweils sechzehn Säulen, weshalb sie in dieser Form auch als „Arkaden mit sechzehn Füßen“ (Sorakuttepati) bezeichnet werden. Im nördlichen und zugleich breiteren Bau wurden wahrscheinlich Patans Könige gekrönt. Dort hielt der König öffentlich Hof. An dieser Stelle stand die Halle als einer neun Juwelen des Platzes sicher seit über tausend Jahren. Für das Jahr 1701 ist eine grundlegende Erneuerung belegt, das Dach wurde zum letzten Mal in den frühen achtziger Jahren erneuert. Die fragile Säulenreihungen beider Bauten hielten dem Erdbeben nicht stand. Sie stürzten in den Brunnen, eine Woche später waren alle wertvollen Fragmente gesichert, jetzt erinnern nur noch die beschädigten Podeste an deren einstige Existenz. Alle historischen Einzelteile sind erhalten. Der Wiederaufbau erfordert ein neues Dach, das ingenieursmäßig entworfen sein wird. Die Säulen werden zudem mit Edelstahlstiften mit den Schwellensteinen verbunden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 52.000 Euro.

 

Manimandapa 1863 An old picture of Manimandapa (Clarence Comyn Taylor, 1863, courtesy Royal Geographical Society, S0003109)

  • Manimandapa, 25 April 2015
Manimandapa after the earthquake (photos by Rohit Ranjitkar)

Aktueller Bericht (Mai 2016) Im Oktober 2015 wurden die zwölf Säulen des Mandapa begutachtet, so dass die Kopie einer völlig zerstörten Säule in Auftrag gegeben werden konnte, während die elf übrigen Säulen bis Anfang April von vier Zimmerleuten sorgfältig repariert werden konnten. Am 25. April besuchte der ehemalige Premierminister Prachanda Dahal in Begleitung mehrerer Minister den Darbar Platz in Patan und legte bei der Gelegenheit den Grundstein für den Wiederaufbau des Mandapa. Das Kranzgesims über den Säulen ist inzwischen ebenfalls repariert, zur Zeit werden die beschädigten Fenster des oberen Geschosses repariert. Die Sparren werden bearbeitet, Dachziegel von eingestürzten Häusern werden angekauft – bis Ende Dezember wird das Bauwerk wieder stehen. Es wird der erste Wiederaufbau eines eingestürzten Bauwerks in Nepal sein.

 

  • Manimandapa Pati South | May 05, 2016 Broken kulah (cornice) of the window is being joined with the stainless steel plate and screws.
  • Measurement of column and capital continued at site for making drawings.

Im Juni 2015 stellte der Kathmandu Valley Preservation Trust ordnungsgemäß beim Social Welfare Council einen Antrag zur Durchführung von insgesamt zehn Baumaßnahmen im Umfeld des Darbar Platzes. Anfang April genehmigte das Department of Archaeology die Arbeiten. Zurzeit werden für beide Projekte erbebensichernde Maßnahmen diskutiert. Die Mitte April herausgegebenen „Richtlinien“ sind restriktiv, erlauben aber angemessene Kompromisse.

In June 2015 the Kathmandu Welfare Trust applied for the necessary approval/permission for ten projects within the area of the Darbar Square at the Social Welfare Council. In early April the Department of Archaeology approved the planned activities. For the time being there is an ongoing debate about the issue of seismic strengthening. The “guidelines” promulgated by the Department of Archaeology in mid April are rather restrictive but enable to come up with proper compromises.

Work x Work & Kathmandu Valley Preservation Trust  published an Audio and Visual Journey on 
Architecture in Nepal - Personal Stories of Culture and Living Heritage: http://kvptstories.org/  
It includes among other things a portray of Niels Gutschow, historian, documentarian, & architect. He joins in documenting the historic temples of the Kathmandu Valley and preserving it’s culture.journ

New Process Report,  June 30, 2016

  • Manimandapa Pati South | March 28, 2016 Parts of cornices that were damaged from April 25, 2015 devastating earthquake were replicated and repaired for rebuilding. Repaired parts are in light color.
See the full report by Kathmandu Valley Preservation Trust here.